Entwicklung neu denken!

Zurzeit wird über die gemeinsamen Ziele dieser Welt für die Zeit zwischen 2015 und 2030 diskutiert. Anfang September haben wir im Renner Institut Fachleute und Interessierte dazu eingeladen, im Dialog zwischen Politik und Zivilgesellschaft über gemeinsame Ideen für diese Ziele zur künftigen Entwicklungsagenda nachzudenken. Etwa 90 Menschen sind unserer Einladung gefolgt und wir hatten in fünf lebhaften und fruchtbaren Arbeitsgruppen die Möglichkeit, neue Ansätze und Visionen zu entwickeln.
Jetzt ist die Zusammenfassung dieser Tagung erschienen. Sie beschreibt einerseits kurz die Arbeit in den fünf Arbeitsgruppen zu den Themen Arbeit, Soziales und Privatsektor, zu Wirtschaft, Arbeitsplätzen und Investitionsschutzabkommen, zu den internationalen Finanzinstitutionen und der Finanzarchitektur, zu Menschenrechten, sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten, Menschen mit Behinderungen und Frauen sowie zu Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaerwärmung.
Die Ergebnisse und Forderungen haben wir in fünf Cluster zusammengefasst, die zum einen die Prinzipien für eine post-201-Agenda umfassen, zum zweiten den Prozess dorthin sowie ihre Struktur und Grundlagen beschreiben, drittens Grundbedürfnisse, Soziales, Arbeit und das Gute Leben umfassen, weiter die Verteilung betreffen und letztlich auf die Frage der Gerechtigkeit eingehen. Das vollständige Papier ist auf meiner Homepage zu finden.
Ich werde diese Ergebnisse mit zu den künftigen Runden des Development Cooperation Forum des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen nehmen, wo ich als eine von zwölf ParlamentarierInnen involviert bin. Gleichzeitig lade ich alle interessierten, involvierten und betroffenen Menschen ein, gerne auch mit diesen Visionen zu arbeiten. Es würde mich freuen, wenn sich auf dieser Seite ein Meinungs- und Erfahrungsaustausch zum Prozess der Entstehung der künftigen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda entfalten könnte. Ich habe mir vorgenommen, hier über meine Erfahrungen im Prozess, über auftauchende Hürden, über nützliche Allianzen und mögliche plötzliche Wendungen zu berichten.
Die Zusammenfassung unserer Tagung „Entwicklung neu denken“ ist aus meiner Sicht ein lebendes Dokument, das sich mit der Zeit weiterentwickeln kann und soll und in diesem Sinne mag ich die Einladung für Feedback, Anregungen und weitere Ideen aussprechen und freue mich darüber, dass wir diesen Anfang September begonnen Dialog weiter führen werden.

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Über petrabayr

Petra Bayr ist sozialdemokratische Abgeordnete zum Nationalrat, kommt aus Wien Favoriten und ist vor allem im Bereich globale Entwicklung aktiv.
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